Archiv für ‘Bücher’

11. Oktober 2010

Das Aus für ein paar Projekte

Der Point drüben gab den Anstoß für diesen Blogbeitrag. Sie verkündete das Ende ihrer Teilnahme am Projekt 52.

Auch ich habe mit dem Gedanken gespielt, bei zwei Fotoprojekten aufzuhören. Wollte mir aber die Blöße nicht geben, nicht bis zum Ende durchgehalten zu haben. Aber warum? Schließlich ist das alles reines Privatvergnügen und ich habe es aus Spaß an der Freude begonnen. Sobald es keinen Spaß mehr macht und man sich selbst unter Druck gesetzt fühlt, sollte man aufhören.

Ich steige also aus bei: Projekt 52 und Farbe bekennen. Projekt 52 fällt mir besonders schwer, das ist schließlich das erste Fotoprojekt überhaupt gewesen, an dem ich teilgenommen habe. Zu Anfang fand ich die Limitierung auf eine bestimmte Figur noch spannend und das Monchi hat mich die ganzen Wochen über treu begleitet :lol: Doch inzwischen reizt mich die Limitierung eben nicht mehr, sie setzt mir zu enge Grenzen und frustriert mehr, als dass es mir Spaß macht. Ähnlich geht es mir beim Projekt Farbe bekennen. Auch hier fühle ich mich zu sehr an die Farbvorgabe gezwungen (wie der Name schon sagt :lol: ).

Scheinbar liegen mir die Projekte nicht, die auf eine bestimmte Sache limitiert sind. Beispielsweise “Zack die Linse” und “Formen/Muster” sind/waren toll, weil ich da nichts Bestimmtes (eben wie eine Figur oder eine Farbe) in mein Bild einbauen muss, sondern mich voll und ganz auf das Thema allein konzentrieren kann. Mir wird das eine Lehre für 2011 sein, mir die Projekte besser auszusuchen. Lieber ein paar weniger, dafür aber welche, die mir viel Freiraum lassen und bei denen man vielleicht auch nicht gezwungen ist, wirklich jedes Thema zu machen.

Außerdem habe ich mich zu Beginn des Jahres bei der “Ich bilde mich weiter”-Lesechallenge angemeldet. Aus jedem Genre sollt ein Buch gelesen werden. Tja, ich konnte ja nicht ahnen, dass mich in der frühen Mitte des Jahres eine extreme Leseunlust packt, die bis heute anhält - und das, obwohl ich eine ziemliche Leseratte bin. Mein SuB (Stapel ungelesener Bücher) wächst zusehends… auch hier steige ich aus.

Nun sehe ich das für mich nicht als Scheitern an – es ist halt so, ich war mal wieder zu übereifrig und wollte überall mitspielen :mrgreen: 2011 kommt bestimmt, mit vielen tollen Projekten, die die kreativen Blogger und Bloggerinnen auf die Beine stellen werden. Die werde ich dann alle genau unter die Lupe nehmen und mir die für mich passenden Projekte aussuchen. Denn eins ist klar: Spaß machen sie mir und man kann so viel dazulernen.

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7. Juni 2010

Neuer Lesestoff

Während ich hier gerade aufgeregt Apple’s Keynote verfolge (das neue iPhone, wann, wie, wo und weshalb *kreisch*), möchte ich nur kurz über meine drei Neuzugänge berichten.

Am Freitag lief auf Sat1 “Die Geisha“, an dem Buch bin ich komischerweise immer vorbei gegangen, hat mich nie interessiert. Ein Fehler, wie ich beim Schauen des Filmes gemerkt habe :lol: Bin also direkt zu dem großen bekannten Shop mit A und mazon und hab mir das Buch von Arthur Golden bestellt. Nachdem ich gelesen habe, dass die wahre Geisha, die, auf deren Geschichte Arthur Golden seinen Roman aufbaute, nach der Veröffentlichung eine Autobiographie eröffnete, weil sie fand, dass in dem Buch/dem Film einiges nicht korrekt wiedergegeben wurde, habe ich mir das auch noch gekauft, “Die wahre Geschichte der Geisha“, Mineko Iwasaki.

Und endlich habe ich mir auch mal “Verblendung” von Stieg Larsson gekauft. Habe mich schon die ganze Zeit gefragt, warum ich diese Bücher noch nicht gelesen habe, wo ich doch Thriller so gern lese.

So.. und jetzt husch ich wieder zu den Live-Tickern, die über die Apple-Konferenz berichten und warte gespannt, nein, zum ZERBERSTEN gespannt, auf Infos zum neuen iPhone – mein Herz rast :mrgreen:

24. Mai 2010

Vertraute Fremde (Jiro Taniguchi)

Klappentext: Der Architekt Hiroshi Nakahara steigt nach einer Geschäftsreise in den falschen Zug. Die Endstation der Strecke: seine Geburtsstadt. Jahrelang war er nicht mehr in Kurayoshi und beschließt, das Grab seiner Mutter zu besuchen. Auf dem Friedhof verliert er das Bewusstsein, und als er zu sich kommt, findet er sich wieder in seinem Körper als 14-jähriger. Er beginnt das Leben als Teenager in den 1960er-Jahren zu führen, fügt sich ein in den Alltag des Sohnes und Schülers – immer mit dem Wissensstand des 48-jährigen Erwachsenen. Und er will die Gelegenheit nutzen, möchte herausfinden, was damals nicht stimmte im scheinbar harmonischen Elternhaus. Denn im Sommer 1963 verließ sein Vater die Familie ohne jegliche Ankündigung.

Meine erste “Graphic Novel” überhaupt. Ich war skeptisch, ob mir sowas gefällt. Aber die Zeichnungen haben mich neugierig gemacht. Bei dem Wort Manga habe ich bisher immer an sowas wie Yu-Gi-Oh! etc. gedacht – was ich nie ansprechend fand. Die Zeichnungen von Jiro Taniguchi hingegegen gefallen mir außerordentlich gut, sehr viel Liebe zum Detail, wunderbar gezeichnet und eben keine komischen kleinen Monster :lol:

Die Geschichte selbst ist sehr gut in Bild und Text erzählt, einzig die beschriebenen Geräusche wie zB “Tschilp!” auf einem Bild mit Vögeln, oder “Brumm!” wenn man Autoabgase sieht, haben mich etwas irritiert – das gibt dem Ganzen für mich immer etwas Lächerliches oder Lustiges, was die Geschichte aber gar nicht ist. Die Reise eines Mannes in seine Kindheit, die Hoffnung, alles anders zu machen und vor allem, seinen Vater vom Verlassen der Familie abzuhalten – das ist so schön und einfühlsam erzählt. Ich bin tatsächlich positiv überrascht und werde mir mit Sicherheit noch die ein oder andere Graphic Novel von Jiro Taniguchi zulegen.

Das vom Hersteller empfohlene Alter für dieses Buch ist 14-15 Jahre – ich finde aber eher, dass das nichts für Kinder ist, da sie die Botschaft dieses Buches noch gar nicht erfassen können. Dennoch, aufgrund dieser Altersangabe habe ich ein weiteres Genre in Holly’s “Ich bilde mich weiter”-Challenge erledigt, nämlich “Kinder- und Jugendbücher”, zu meiner Projektseite geht’s hier.